Presse 2009

Badis­che Zeitung  21.11.2009 

Ein Mek­ka der Hackschnitzel­heizun­gen

In Bernau geht die vierte, große Hackschnitzel­heizung in Betrieb 

BERNAU (sub). Zu Beginn der kom­menden Woche wird die größte Hackschnitzel­heizungsan­lage mit Nah­wärmev­er­sorgung in Bernau in Betrieb genom­men. Es ist bere­its die vierte große Anlage im Thoma-Tal nach dem Neubauge­bi­et Unter­lehen, dem Ferien­woh­nungspark “Schwarzwald­blick” und der Anlage im “Moos” und mehrerer, pri­vater Kleinan­la­gen. An die größte Heizungsan­lage im Ort­steil Ober­lehen sind mit 29 Häusern nahezu alle Gebäude in diesem Ort­steil angeschlossen.

Die Grabar­beit­en und Leitungsver­legun­gen sind soweit fer­tig gestellt, das Heizungs­ge­bäude ist fer­tig, so dass die angeschlosse­nen Häuser ab näch­ster Woche auf Öl und elek­trische Heizen­ergie verzicht­en kön­nen.

 

Lager­halle für Wald­hozhackschnitzel in Bernau-Ober­lehen Foto: Ulrike Spiegel­hal­ter

Die zulet­zt erwor­bene Lager­halle für Wald­hozhackschnitzel in Bernau-Ober­lehen ste­ht in unmit­tel­bar­er Nähe der neuen Heizungsan­lage, gle­ichzeit­ig kann dort Rohholz gelagert wer­den.

Die Gemein­den Bernau und Todt­moos sind zwis­chen­zeitlich führend, was die Ver­sorgung mit erneuer­bar­er Energie aus Wald­holzhackschnitzeln bet­rifft. Voraus­set­zung für diese pos­i­tive Entwick­lung ist das Vorhan­den­sein ein­er funk­tion­ieren­den Ver­sorgung mit Wald­holzhackschnitzeln durch die Bernauer Energieholz GbR.

Die Gesellschaft ver­sorgt im Bere­ich des Süd­schwarzwaldes ins­ge­samt elf mit­tlere bis größere Heizungsan­la­gen mit einem Bedarf von rund 25 000 Kubik­me­tern Holzhackschnitzels pro Jahr. Dazu kom­men zahlre­iche pri­vate Kleinan­la­gen, die eben­falls ver­sorgt wer­den. Durch diese Menge Holzhackschnitzel wer­den rund zwei Mil­lio­nen Liter Heizöl erset­zt und einige tausend Ton­nen CO2 einges­part.

 

Badis­che Zeitung  03.09.2009

Natur­wärme für Ober­lehen

Etliche Haushalte und zwei Hotels wer­den an eine zen­trale Hackschnitzel­heizan­lage angeschlossen.

23 Häuser im Bernauer Ort­steil Ober­lehen wer­den mit der neuen Heizung ver­net­zt.
Foto: Ulrike Spiegel­hal­ter

BERNAU. Es scheint, als würde der Ort­steil Ober­lehen derzeit umge­graben: An mehreren Stellen wird gebud­delt, gebag­gert und gegraben, es wer­den Rohre und Leitun­gen unter der Straße ver­legt. Der Grund: In diesem Ort­steil wird eine zen­trale Wärmev­er­sorgung mit ein­er Hackschnitzel­heizungsan­lage gebaut.

Die Bürg­er Ober­lehens zeigten sich schon länger sehr aufgeschlossen gegenüber erneuer­bar­er Energie und haben sich an bere­its beste­hen­den Anla­gen informiert und kundig gemacht. Mehr als die Hälfte der Gebäude im Ort­steil wird an die Anlage angeschlossen, 23 Häuser, darunter mit dem Bären und dem Schwa­nen zwei Hotel-Restau­rants. Dafür müssen Rohre auf ein­er Strecke von 1800 Metern ver­legt wer­den.

Die zen­trale Hackschnitzel­heizung wird von der Bernauer Fir­ma SWL (Wärme aus der Natur – Bau- und Betrieb­s­ge­sellschaft für Holzheizun­gen mit Wärme­ver­bund mbH) gebaut, die über mehrjährige Erfahrun­gen ver­fügt und bere­its mehrere große Anla­gen im Umkreis gebaut hat. Die Hackschnitzel­lager­halle mit einem Fas­sungsver­mö­gen von 400 Kubik­me­tern befind­et sich außer­halb der Wohn­be­bau­ung. Die Holzkesselleis­tung liegt bei 720 kW.

Der Hackschnitzelbe­darf für die angeschlosse­nen 23 Gebäude beträgt 2000 Schüt­traum­me­ter pro Jahr und erset­zt etwa 130 000 Liter Heizöl, wom­it ein wichtiger Beitrag zum Kli­maschutz geleis­tet wird.

Die Beliefer­ung mit Holzhackschnitzeln ist durch die Bernauer Energieholz GbR gesichert. Derzeit wird inten­siv an der Leitungsver­legung gear­beit­et, Ziel ist die Fer­tig­stel­lung der gesamten Anlage bere­its im Novem­ber, also noch vor der begin­nen­den Heizpe­ri­ode.